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Die Malerin Jeanne Mammen - 1890 in Berlin geboren, von 1895 bis 1914 in Frankreich aufgewachsen, 1976 in Berlin gestorben - ist in Deutschland vor allem durch ihre Zeichnungen und Aquarelle bekannt geworden, in denen sie während der 20er Jahre mit Witz und Charme das Berliner Großstadtleben geschildert hat. Doch das Œuvre der Malerin ist viel umfassender. Ihre fast 300 Gemälde lassen eine Entwicklung erkennen, die äußerst sensibel auf das Zeitgeschehen reagiert. So wandelte sich ihr in der Weimarer Ära noch vorherrschender Realismus über eine "kuboexpressive" Protestphase während der Nazizeit in den letzten Lebensjahren zu den lyrisch-abstrakten bis skurril-phantastischen Stilformen ihres Spätwerks. Frühe Höhepunkte ihres Schaffens sind die Skizzenbücher, die in Paris und Brüssel entstanden, bevor die Malerin bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs die Flucht nach Deutschland antreten musste, sowie eine ganze Reihe von Gouachen im Stil des belgischen Symbolismus. Und zweifellos gehören zu ihren schönsten und zartesten Schöpfungen die Lithographien, zu denen sie 1930 bei ihrer ersten großen Einzelausstellung der Galerist Fritz Gurlitt angeregt hatte, darunter der Zyklus "Les Chansons de Bilitis" [Die Lieder der Bilitis], eine Hommage an die lesbische Liebe nach Gedichten von Pierre Louys. Auch hat die Künstlerin in weit über 1.200 Feder- und zum Teil großformatigen Bleistiftzeichnungen das Bild der Menschen sowohl der Weimarer Zeit wie auch der Nazi-Epoche (die sie mit Unterstzützung des befreundeten Biologen Max Delbrück in der inneren Emigration überstand) in seiner ganzen typischen Ausprägung festgehalten. Schließlich gehören zum Werk Jeanne Mammens auch mehrere plastische Arbeiten in Gips und Ton, postum in Bronze gegossen von der "Jeanne-Mammen-Gesellschaft e. V.", die im Atelier Kurfürstendamm 29, wo die Malerin 57 Jahre lang gewohnt und gearbeitet hat, ihren Nachlass verwaltet. Über 100 Ausstellungen hat die "Jeanne-Mammenn-Gesellschaft e. V." bzw. der heutige "Förderverein Jeanne-Mammen-Stiftung e. V." betreut und das Werkverzeichnis Jeanne Mammens erstellt, das über 2.000 Titel verzeichnet und zu dem Max Delbrück mit einer alle Gemälde umfassenden Diathek die Grundlage gelegt hatte.

 


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zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 01. Januar 2014

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